Siehe, ich mache alles neu!
Nicht laut wie ein Sturm,
eher leise wie Sonnenstrahlen,
die Eisblumen tauen.
Ich mache neu, was sich verhärtet hat —
Herzen, die nur noch funktionieren,
Worte, die zu Steinen wurden,
Wege, die im Kreis liefen.
Ich mache neu:
die Farbe in den Gesichtern,
den Mut in den Knien,
die Hoffnung zwischen zwei schweren Tagen.
Wo Brüche sind, nähe ich mit Fäden aus Licht.
Wo Schuld sich festsetzt, löse ich die Fesseln.
Wo Tränen fließen, atme ich Frieden
in deine zitternden Gedanken.
Sieh hin:
Schon unter dem Alten
regt sich ein leises Grün.
Schon unter dem Gestern
liegt ein Morgen bereit.
Und über allem steht mein Versprechen —
wie ein Name, der dich ruft:
Siehe, ich mache alles neu!
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