Zsófia Csákány
Zsófia Csákány, gebürtige Ungarin aus Siebenbürgen, heute Rumänien, wuchs in Neumarkt am Mieresch (Marosvásárhely) auf. Ihre vielseitige musikalische Ausbildung erhielt sie am Kunstlyzeum in ihrer Heimatstadt. Neben humanistischen Grundfächern gehörten Chorgesang, Gehörbildung, Musiktheorie, Kontrapunkt, Formenlehre, Kammermusik und Instrumentalunterricht zum Lehrplan. Auch die Bühnenpräsenz war von klein auf Teil ihrer Ausbildung.
Der Kulturpalast und die Reformierte Burgkirche boten die perfekte Plattform für inspirierende Aufführungen.
All diese Erfahrungen, die sie bereits als Kind sammeln durfte, bildeten eine wunderbare Grundlage für die spätere Laufbahn als professionelle Musikerin, Chorleiterin, Organistin und Komponistin. Nach ihrem Abschluss führte sie ihr musikalischer Weg nach Klausenburg (Kolozsvár) an die Musikhochschule George Dima, wo sie fünf Jahre Musikwissenschaft, Orgel, Klavier und Chorleitung studierte.
Durch ihre Begeisterung und ihr großes Interesse für das Instrument Orgel sowie die Suche nach neuen musikalischen Impulsen erhielt sie ein DAAD-Stipendium, mit dem sie in der Orgelklasse von Prof. Dr. h. c. Christoph Bossert an der Musikhochschule Trossingen in Deutschland studieren konnte. Es folgten weitere Stipendien der Landesstiftung Baden-Württemberg, die ihr eine Studienreise nach Schweden in die Klasse von Prof. Hans-Ola Ericsson ermöglichten. Dort durfte sie unter anderem auch Eric Ericson kennenlernen.
Nach erfolgreichem Abschluss mit Auszeichnung in Künstlerischer Ausbildung Orgel rundete sie ihre Kenntnisse mit einem weiteren Studiengang, Künstlerische Ausbildung Alte Musik und historische Tasteninstrumente, ab. Während des Studiums war sie als Chorleiterin und Organistin in mehreren Kirchengemeinden im Raum Villingen-Schwenningen und Tuttlingen tätig.
Nach dem Abschluss in Trossingen führte sie ihr Lebensweg in den Freiburger Raum und das Markgräflerland, wo sie als Chorleiterin, Korrepetitorin, Interpretin und Organistin arbeitete. Von Juli 2019 bis Juli 2025 war sie Kantorin in St. Cyriak, Sulzburg.
Im Moment kümmert sie sich mit viel Freude um junge Talente am Klavier und um die Kammermusik. Neben dem Gesangverein Sulzburg leitet Zsófia Csákány den freien Chor Con Gioya, das Ensemble Berthilo, den Frauenchor Möhlinetten und ist seit April 2026 Kirchenmusikerin der evangelischen Kirchengemeinde Ehrenkirchen-Bollschweil.
Als Kulturbotschafterin gründete sie mit Dr. Edda Güntert „musica pura“, eine neue Plattform für Musiker und Künstler. Im Mittelpunkt ihrer Konzertreihe steht das pure Kunsterlebnis, die Freude an Musik und Literatur sowie bildender Kunst, die schon immer eng mit der Musik verbunden waren.
Zu ihren Mentoren gehören Judith Gábos, József Birtalan, István Angi, Christoph Bossert, Hans-Ola Ericsson und Edoardo Bellotti. Ihr künstlerischer Werdegang wurde auch von zahlreichen Meisterkursen für Chorleitung und Orgel mit Paolo Crivellaro, Luigi Ferdinando Tagliavini, Harald Vogel, Jean-Claude Zehnder, Zsigmond Szathmári, Eric Ericson und Helmut Rilling geprägt.
Ihre Konzertreisen führten sie neben Deutschland nach Italien, Ungarn, Rumänien, Algerien, Schweden, Norwegen, Serbien und Frankreich.


